Kungsleden

„Königspfad“ für geübte Wanderer und Trekkingfreunde

Der Kungsleden ist neben vielen anderen Wegen der bekannteste Weitwanderweg des Nordens.

Er besteht aus einem nördlichen und einem südlichen Streckenabschnitt. Der Kungsleden existiert seit Beginn des 20. Jahrhunderts. Allmählich wurde der Weg ausgebaut und mit Hütten zur Übernachtung ausgestattet.

Der ältere, bekanntere nördliche Teil führt über 440 Kilometer von Abisko im Norden bis Hemavan im Süden. Der höchste Punkt ist der Tjäktja Pass mit 1150 Metern Höhe, der niedrigste Punkt liegt auf 302 Metern in Kvikkjokk. Der südliche Teil mit 350 Kilometern verläuft von Sälen nach Storlien. Der höchste Punkt dieses Abschnittes liegt in der Nähe des Helags auf 1180 Meter. Zwischen den beiden Teilen gibt es (noch) keine Verbindung.

Der Weg ist markiert und mit Brücken versehen. Die Wegmarkierungen für Wanderer bestehen aus roten Ringen um Baumstämme oder aus Steinhaufen (Steinmännchen) mit einem rot markierten Stein. Der Winterwanderweg ist mit roten Kreuzen auf hohen Stangen markiert. Dieser führt teilweise durch im Winter zugefrorene Sumpflandschaften und über Seen. Alle Markierungen sind so platziert, dass man von einer Markierung die nächste sehen kann. Der Sommerwanderweg kreuzt an einigen Stellen Seen. Diese kann man dann mit vorhandenem Ruderboot selbst überqueren oder man nutzt den während der Hauptsaison angebotenen Bootsservice.

In Tagesabständen gibt es Unterkünfte (nicht im Abschnitt zwischen Kvikkjokk nach Ammarnäs), die vom schwedischen Touristenverband STF betrieben werden. Teils sind es unbewirtschaftete Hütten, auf denen in der Hauptsaison aber meist ein Hüttenwart anwesend ist, teils sind es bewirtschaftete Fjällstationer (Gebirgsstationen). Auch wenn die Hütten außerhalb der Hauptsaison nicht bewirtschaftet sind, so ist immer mindestens ein Not-Raum (mit Koch- und Schlafmöglichkeit) geöffnet. In etwa jeder zweiten Hütte wird während der Saison Proviant verkauft.

Mehr begangen ist der nördliche Teil des Kungsleden, vor allem zwischen Abisko und Kvikkjokk bzw. zwischen Abisko und Kebnekaise und Nikkaluokta. Dort verläuft der Weg meist oberhalb der Baumgrenze. Obwohl der Weg gut ausgebaut ist, kann er bei anhaltendem Regenwetter sehr schwierig werden.

Für Sommerwanderungen ist die Zeit von Mittsommer bis Ende August ideal, wobei es auch bis Mitte September gut möglich ist, zu wandern. Für Wintertouren eignet sich die Zeit von Februar bis April. Allgemein wird Wert darauf gelegt, dass Wanderer das Allemansrätt (Jedermannsrecht) beachten und schonend mit Umwelt und Natur umgehen.

Der südliche Teil des Kungsleden ist deutlich weniger begangen. Die Abstände zwischen den Hütten sind teilweise deutlich länger und nicht immer mit einer Tageswanderung zu erreichen. Zusätzlich gibt es auch private Hütten. Diese sind aber nicht immer geöffnet. Auch hier sind der Sommer- und Winterwanderweg gekennzeichnet.