Bekleidungsausrüstung für Lappland im Winter

Die richtige Ausrüstung ist Voraussetzung für ein tolles Erlebnis. Dies ist nur ein Vorschlag, falls Sie keine andere Liste haben oder eventuell schon eigene Lappland-Erfahrungen gesammelt haben. Im Zweifelsfall und bei Fragen zögern Sie nicht, bei Ihrem gebuchten Gastgeber direkt nachzufragen. Oft haben diese auch selbst Empfehlungen auf deren Homepages.

Allgemeines über Bekleidung in Lappland

Sie können Ihre „feinen Kleider“ ruhig gut verstaut zu Hause lassen. Nehmen Sie vor allem praktische und bequeme Outdoorkleidung mit. In Lappland gilt: Wer praktisch und bequem angezogen ist, ist gut angezogen. Aufgrund der trockenen Luft fühlen sich die Minusgrade nicht so kalt an wie z.B. in Mitteleuropa. Minus 15 bis minus 20 Grad Celsius fühlen sich in Lappland gut verträglich an!

Bekleidung

Das Zwiebel-Prinzip hat sich in der Kälte bewährt. Beim Zwiebelprinzip zieht man mehrere Lagen übereinander an. Die innerste Lage soll zwar wärmen, vor allem aber Feuchtigkeit vom Körper weg nach außen transportieren. Die mittleren Lagen sind gegen die Kälte. Idealerweise bestehen diese aus Wolle oder Fleece, da sie auch in feuchtem Zustand warm halten. Die äußerste Lage schützt gegen Regen, Wind und sonstigen Unbill der Natur.

Sie brauchen kein Vermögen in viel neue Ausrüstung investieren. Man sollte einfach warme Kleidung mitnehmen, zum Beispiel eine Skiausrüstung, gefütterte Winterhose, eine Daunenjacke, die warm hält.

Wenn Sie an einer Hundeschlitten- oder Motorschlittentour teilnehmen, bekommen Sie meist vor Ort warme Überbekleidung gestellt.

Als Unterwäsche benötigt man lange Unterhosen und eng anliegende Blusen bzw. T-Shirts. Sie sollten genügend Kunstfaseranteile besitzen, da Kunstfasern die Feuchtigkeit vom Körper weg nach außen in die Mittelschicht transportieren.

Fleecehosen oder dicke Jogginghosen sind als Zwischenlage gut geeignet. Bekleidungsteile mit höherem Wollanteil sind als Mittelschicht ideal.

Wenn Sie daunengefütterte Winterhosen haben, reichen dazu lange Unterhosen. Wollpullover oder dicke Hemden dienen am Oberkörper als Zwischenlage.

Die äußerste Schicht soll jedenfalls wind- und wasserfest sein, eventuell auch gefüttert. Und sie sollte weit genug sein, um „das Darunter“ bequem tragen zu können.

Dünne Wollsocken oder Socken aus schweißtransportierenden Materialien (keine Baumwolle!) sind als unterste Schicht an den Füßen empfehlenswert. Zusätzlich benötigen Sie dicke, gute Wollsocken. Nehmen Sie ausreichend Wechselsocken mit.

Richtige warme Winterstiefel benötigen Sie für Hundeschlitten- oder Motorschlittentouren. Lederstiefel sind nicht geeignet, da sie die Kälte sehr gut leiten. Kanadische Sorel-Stiefel oder Ähnliches für Temperaturen bis minus 40° Celsius sind dafür am besten geeignet.

Ansonsten reichen warme Trekkingschuhe, in denen ausreichend Platz für dicke Socken ist. Die Sohle sollte aus Gummi bestehen, da Solen aus Plastik und Mischmaterialien bei Tiefsttemperaturen glatt werden können. Ideal sind auch warme Einlegsohlen, falls danach noch genügend Platz vorhanden ist.

Ein warmer Pullover mit hohem Hals und Reißverschluss aus dickem Fleece oder Wolle ist empfehlenswert. Eine große windfeste Jacke, ein Anoraktyp mit Kapuze aus wasserabweisendem aber atmungsaktivem Material ist wichtig. Eine dicke Daunenjacke eignet sich hervorragend für lappländische Verhältnisse.

Eine Woll- oder Fleecemütze (am bequemsten) und eine Sturmhaube, die Hals, Stirn, Kinn und Wangen bedeckt. Vielleicht auch ein Stirnband mit Windstop, das Sie zusätzlich zur Mütze tragen.

Dicke Wollhandschuhe, große gefütterte Fausthandschuhe und dünnere, gut anliegende Fingerhandschuhe für darunter sind ideal. Zwei Paar Handschuhe tragen ist am besten. Die Fäustlinge halten warm und Fingerhandschuhe darunter lassen sich gut tragen. Und wenn Sie einmal etwas mehr „Fingerspitzengefühl“ brauchen, sind gut anliegende Fingerhandschuhe ideal. Die Hände kühlen dann nicht aus.

Weitere Ausrüstung

Eine Sonnenbrille ist sehr wichtig. Achten Sie darauf, dass sie keinen Metallrahmen hat. Sie könnten sich sonst Erfrierungen an den Hautberührungsstellen holen.

Brillenträger sollten eventuell eine extra Brille, ebenfalls ohne Metallrahmen, mitnehmen.

Benutzen Sie eine Sonnencreme mit hohem Schutzfaktor. Haben Sie stets Lippenbalsam in der Jackentasche. Die Luft ist sehr trocken.

Vergessen Sie nicht die Kamera, ein Fernglas, eine Stirnlampe (LED-Lampen verbrauchen wenig Batterieleistung) und Reservebatterien bzw. Ladegerät einzupacken.

Nehmen Sie einen Tagesrucksack mit. Es ist sinnvoll, wenn man Extrakleidung und andere nützliche Dinge bei einem Ausflug mit dabei hat. Wir empfehlen einen 30 Liter Rucksack mit Hüftgürtel und Brustgurt.